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Schlauchst Du noch, oder löschst Du schon?


Dieser etwas abwandelte Slogan eines schwedischen Möbelhauses kam mir heute in den Sinn, als ich auf dem Weg in das nördliche Oberhavel war. Nach Blumenow, um genau zu sein.

Der heutige Stadtteil Fürstenbergs gehörte einst zu Mecklenburg und aus den über 500 Einwohnern, die das Dorf noch in den 1950er Jahren zählte, waren zu Ende des Jahres 2014 nur noch 151 Bürgerinnen und Bürger registriert.

Neben der obligatorischen Kirche und einem Kindergarten gibt es in Blumenow natürlich auch eine Freiwillige Feuerwehr.

Und diese war dann auch das heutige Ziel nicht nur meiner kleine Reise, zu der Hauptlöschmeister Christian Schneider - seines Zeichens Ortswehrführer - geladen hatte.

Bereits am 30.04.2020 hatte sich die Jungendfeuerwehr neu gegründet und aufgrund der Corona Lockdown Bestimmungen wurden die zeremoniellen Feierlichkeiten auf den heutigen Tag verschoben.

In ihren Reden verwiesen der Ortsvorsteher Eberhard Otto, Ortswehrführer Christian Schneider, Kreisjungendwart Chris Koch, Stadtjugendwart Danny Reinisch, die Sachgebietsleiterin des Ordnungsamtes, Undine Wunderlich und die Kollegen der Freiwillen Feuerwehr Himmelpfort unisono darauf hin, dass diese Neugründung nur durch das Engagement der neuen Jugendwartinnen Annekatrin und Sara mit der Unterstützung der Kreis- und Stadtjugendwarte zu Stande gekommen sei.

Mit der Gründung seien in allen vier Stadtteilen - Fürstenberg, Bredereiche, Himmelpfort und Blumenow - wieder die Jungendfeuerwehren besetzt.

In einer Zeit, in der gefühlt jeder und auch jede nur an sich denkt, ist das durchaus keine Selbstverständlichkeit.

So sollen neben der inhaltlichen Ausbildung der Kinder auch Geselligkeit und die Grundlagen der Gemeinnützigkeit und Kameradschaft vermittelt werden.

„Ich will meinem Land dienen“ hat einmal die Bundeskanzlerin auf die Frage geantwortet, was sie motiviere.

„Unsere Kinder sind die Zukunft. Wir möchten, dass auch morgen noch jemand da ist, der anderen in und aus Notlagen hilft“, klingt es aus Blumenow.

In der Quintessenz ist es das Selbe.

Was mich zur Überschrift zurück führt.

Diese schöne Wort „Schlauch“ ist nicht nur das längste einsilbrige Wort, das wir im Deutschen kennen, das Wort „schlauchen“ beschreibt auch einen Prozess von jemanden, der sich auf Kosten anderer durch das Leben modelt.

Davon ist man in Blumenow allerdings weit entfernt. Die beiden resoluten Frauen haben einen ehrgeizigen Plan.

Sie löschen all die Funken von Resignation und Fatalismus aus und bieten den Kindern damit eine Zukunft, die das selbstbestimmte Handeln jedes einzelnen Individuums fördert, in eine Gemeinschaft zum Wohle aller einbringt und somit nahtlos an die Tradition der Feuerwehren anknüpft.

Danke Sara!

Danke Annekatrin!

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