Kreisfeuerwehr-, Polizei- und Katastrophenschutztag Oberhavel 2005
Nach langen Vorbereitungen und voll hoher Erwartungen begann am 20. August 2005 der 1. Kreisfeuerwehr-, Polizei- und Katastrophenschutztag. In Anwesenheit vieler Gäste aus dem In- und Ausland eröffnete der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Mario Müller, die Veranstaltung, die rund um das Rathaus in Hohen Neuendorf den Bürgern die Technik und die Arbeit der Organisationen aus dem „Blaulichtmilieu“ näher bringen soll. Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte er die vielen Gäste, so unter anderem Landrat Karl-Heinz Schröter, Dezernent Michael Ney, Kreisbrandmeister Frank Kliem, Landesbranddirektor Henry Merz, die Vorsitzende des Kreistages Frau Annemarie Reichenberger, die Bürgermeisterin der Stadt Hohen Neuendorf Monika Mittelstädt, der Stadtbrandmeister Detlef Wilczewski, den Kreisbrandmeister und Verbandsvorsitzenden des Kreises Kleve, sowie Gäste der Feuerwehr aus den Partnerkreisen Siedlce und Bieła Podlaska in Polen.
Gleichzeitig trafen sich rund 70 Gruppen, um an den 9. Kreismeisterschaften im „Löschangriff nass“ auf dem Sportplatz teilzunehmen. Frauen-, Männer- und Jugendmannschaften wetteiferten um die ersten Plätze. Im Endergebnis spiegelten sich die guten Leistungen aller Gruppen wieder. Wir gratulieren allen Wettkampfgruppen zur erfolgreichen Teilnehme.
Nach dem anstrengenden Wettkampf in praller Sonne war dann für einige eine Abkühlung notwendig.
Viele Bürger aus Hohen Neuendorf und dem weiteren Umfeld besuchten die einzelnen Darbietungen der Feuerwehr und der anderen Organisationen, die von BB-Radio moderiert wurden. Die Moderatorin, selbst ausgebildete Feuerwehrfrau, stellte alle Attraktionen vor und führte Interviews mit den Darbietern.
So wurde eindrucksvoll bei einer Crashvorführung demonstriert, wie die Rettungskette nach einem Verkehrsunfall funktioniert. Die Polizei, der Rettungsdienst und die Feuerwehr zeigten ihr können und das die Arbeit der verschiedenen Organisationen Hand in Hand gehen muss. Polizisten sicherten die Unfallstelle, die Rettungssanitäter kümmerten sich um den Verletzten und die Feuerwehr befreite ihn aus seiner misslichen Lage.
Wie beim Einsatz mit Chemikalien gearbeitet wird, zeigten die Veltener und Oranienburger Kameraden. Ausgerüstet mit Chemieschutzanzügen wurde ein Leck in einem Chemikalienfass angedichtet. Nach der Abdichtung war der Einsatz jedoch noch nicht beendet. Bevor die Kameraden sich aus den Anzügen befreien durften, mussten diese gründlich gereinigt werden. Dieses übernahmen die Veltener Kameraden mit Geräten aus ihrem Dekon-P.
Wie schnell ein PKW-Brand gelöscht werden kann, zeigten die Kameraden des Löschzuges Mühlenbeck mit ihrem neuen TLF20/50, in dem sie das brennende Auto mit ihrem CAFS-System löschten.
Ein Höhepunkt war die Landung des Rettungshubschraubers sowie eines Polizeihubschraubers auf dem Sportplatz. Nachdem die Besucher bei der Landung kräftig durchgeweht worden sind, konnten sie sich die Hubschrauber anschauen und sich über die Arbeit informieren. Die Piloten standen den neugierigen Fragen zur Verfügung.
Ein weiterer Höhepunkt für die Besucher waren Vorführungen der Rettungshundestaffel des DRK, sowie der Polizeihundestaffel. Anschaulich wurde das Stellen einer Person durch einen Polizeihund demonstriert.
Auch eine Abseilübung wurde gezeigt, in dem sich Kreisausbilder Mario Steffen vom Korb einer ausgefahrenen Drehleiter abseilte.
Auf dem gesamten Gelände konnten Fahrzeuge der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, des THW und der Polizei besichtigt werden. Neben Spezialtechnik der Feuerwehr, wie Tanklöschfahrzeuge, ein ABC-Erkundungskraftwagen und ein LHF der Werkfeuerwehr Schering, konnten GKWs des Technischen Hilfswerkes Gransee, Boote der Wasserschutzpolizei, sowie die unterschiedlichen Typen der brandenburgischen Polizeifahrzeuge besichtigt werden.
Informationen über Geschwindigkeitsmessgeräte, Drogentests, Fahrzeuge, sowie über die Bundespolizei wurden geboten. Notfallseelsorger berichteten über ihre Arbeit und die Verkehrswacht bot einen Überschlagsimulator sowie ein Fahrradparcour.
Kistenklettern, Rummel und Hüpfburg wurde den kleineren Besuchern geboten.
Wie Kreisbrandmeister Frank Kliem der Presse mitteilte, zählen die Feuerwehren in Oberhavel fast 3400 Kameraden, die alle ehrenamtlich arbeiten. Auch das THW Gransee ist auf Freiwillige angewiesen. Leider engagieren sich immer weniger Menschen. Jeder ist froh, wenn fachmännische Hilfe kommt, doch selber mit anpacken, dass machen immer weniger Menschen.
Das ganze Fest war sehr gelungen, so die einhellige Meinung vieler Besucher. Dank geht an die große Anzahl der Unterstützer aus den vielen Feuerwehren, insbesondere an die Feuerwehr der Stadt Hohen Neuendorf. Dank gilt aber auch der Stadt Hohen Neuendorf selbst und dem Landkreis Oberhavel, ohne deren Unterstützung dieses Fest so nicht hätte stattfinden können. In eindrucksvoller Weise konnte den Bürgern das „Blaulichtmilieu“ näher gebracht werden.
Und noch ein Wort des Dankes an unsere polnischen Gäste: |
| Serdecznie dziękujemy Państwu z Siedlc i Białej Podlaski za Waszą wizytę podczas Dnia Strażaka w Hohen-Neuendorf. Mamy nadzieję, że będziemy mogli gościć Was także w następnym roku. |
(Wir danken unseren Gästen aus Siedlce und Biala Podlaska für ihren Besuch beim Kreisfeuerwehrtag in Hohen Neuendorf und hoffen, dass wir sie im nächsten Jahr wieder bei uns begrüßen dürfen.) |