Erster überörtlicher Einsatz des "CAFS-Einheit" des Landkreises
(Fotos am Ende des Berichts)
Zu ihrem ersten überörtlichen Einsatz wurde die neu gegründete "CAFS-Einheit" des Landkreises am 10. September 2005, nachts um 02:54 Uhr, alarmiert. Ziel war der Brand einer Mülldeponie in Bernau im Landkreis Barnim.
Die "CAFS-Einheit" des Landkreises ist der Zusammenschluss aller, im Rahmen einer Sammelbestellung, angeschafften TLF 20/50, der Ortsfeuerwehren Zehdenick, Gransee, Teschendorf-Neuendorf, Bergfelde, Bötzow und Mühlenbeck. Als Führungsfahrzeug ist der ELW1 der Feuerwehr Liebenwalde der "CAFS-Einheit" angeschlossen.
Alle sechs Tanklöschfahrzeuge führen jeweils 5000 Liter Wasser, 150 Liter Schaummittel B und 50 Liter Schaummittel A mit. Ausgerüstet sind die Fahrzeuge mit einem speziellen Schaumsystem CAFS (Compressed Air Foam System), bei dem mittels eingebautem Kompressor und Zumischanlage mit Druckluft komprimierter Schaum erzeugt wird. Dieser Schaum ist sehr effektiv in Bezug auf Löschwirkung und Quantität. Da der Schaum bereits im Fahrzeug erzeugt wird, können normale Hohlstrahlrohre verwendet werden. Die Schläuche sind durch den Schaum sehr leicht und damit sehr flexibel. Auch für den Innenangriff ist das System bestens geeignet.
Gemeinsam rückten alle Fahrzeuge (außer Bötzow) vom Sammelpunkt in Liebenwalde zur Einsatzstelle ab, um die dortigen Feuerwehren bei der Brandbekämpfung mit Schaum zu unterstützen.
Zugführer Gerd Ritter koordinierte den CAFS-Einsatz mit dem zuständigen Abschnittsleiter vor Ort. Zusätzliches Schaummittel wurde von der Berliner Feuerwehr bereitgestellt. Auch der Kreisbrandmeister Frank Kliem machte sich vor Ort ein Bild der Lage.
Taktisches Ziel war es, auf breiter Front mit Schaum aller Fahrzeuge gezielt gegen den Brand vorzugehen. Alle 20m befand sich eines der fünf Tanklöschfahrzeuge und von diesen ging mit einem oder mehrere Rohre vor. Gespeist wurden die Fahrzeuge aus 3 B-Leitungen.
Auch andere Feuerwehren des Landkreises Oberhavel waren in Bernau im Einsatz. So wurde unter anderem die Brandschutzeinheit des Landkreises und der Schlauchwagen der Feuerwehr Zehdenick zum Einsatz entsandt.
Der Einsatz der CAFS-Einheit wurde morgens, am 11. September beendet. Um eine Verbreitung der in Massen aufgetretenen Kakerlaken zu verhindern, wurden Stiefel und Reifen der Fahrzeuge noch vor Ort gereinigt.
Wie die Fotos veranschaulichen, war diese Maßnahme nicht ausreichend. Die Feuerwehr Mühlenbeck ließ zum Beispiel ihre Fahrzeuge umgehend vom Technischen Dienst der Berliner Feuerwehr in Berlin-Charlottenburg desinfizieren und die Einsatzkleidung chemisch reinigen. Vorsichtshalber wurden im Feuerwehrhaus Kakerlakenfallen aufgestellt. Trotz dieser Maßnahmen waren die Fallen innerhalb weniger Stunden voll, so dass umgehend ein Kammerjäger beauftragt werden musste.
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